Pressemitteilung der Feuerwehr VG Ruwer:
Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat in der Verbandsgemeinde Ruwer oberste Priorität. In den vergangenen Wochen wurden daher die Sirenensteuerungen technisch modernisiert. Neben dem klassischen Feueralarm zur Alarmierung der Einsatzkräfte können die Sirenen nun auch gezielt den einheitlichen Warnton zur Bevölkerungswarnung sowie das Signal zur Entwarnung auslösen.
Damit steht ein wesentlich erweiterter Funktionsumfang zur Verfügung. Die Sirene bleibt ein zentraler Baustein im Warnmittelmix der Verbandsgemeinde. Im Ereignisfall, beispielsweise bei Gefahren durch Hochwasser, Großbrände oder Schadstoffaustritte, ist eine schnelle und flächendeckende Warnung der Bevölkerung nun zuverlässig möglich.
Ziel des Sirenensignals ist es, einen unmittelbaren „Weckeffekt“ zu erzielen, die Menschen aufmerksam zu machen und sie dazu zu veranlassen, weiterführende Informationen über ergänzende Warnkanäle abzurufen.
Der Warnmittelmix umfasst:
Sirenen: Als primäres Signalmittel mit hohem Weckeffekt.
Warn-Apps & Push-Nachrichten: Digitale Alarmierung über NINA, KATWARN und Cell Broadcast direkt auf das Smartphone.
Rundfunk & Fernsehen: Durchsagen in lokalen und überregionalen Sendern.
Internet & soziale Medien: Aktuelle Statusberichte auf den offiziellen Kanälen der VG.
Lautsprecherwagen: Gezielte Informationen in betroffenen Straßenzügen durch mobile Einheiten.
Im Zuge der Neuausrichtung wird die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Ruwer auf die sogenannte stille Alarmierung über digitale Funkmeldeempfänger (POCSAG) umgestellt. Die Einsatzkräfte werden damit gezielt lagebezogen alarmiert, ohne das öffentliche Sirenennetz in Anspruch zu nehmen.
Die Alarmierung der Feuerwehr über die Sirene mittels des bekannten Signals „Feueralarm“ bleibt weiterhin als Redundanz möglich, wird künftig jedoch auf Ausnahmefälle beschränkt.
Ziel dieser Umstellung ist es, die Bedeutung des Sirenensignals für die Bevölkerung wieder eindeutig zu schärfen: Wenn die Sirene ertönt, soll dies künftig für jede Einwohnerin und jeden Einwohner ein klares Warnsignal für eine konkrete Gefahrenlage sein. In diesem Fall gilt: Gebäude aufsuchen, Fenster und Türen schließen und weitere Informationen über Radio, Fernsehen, Warn-Apps oder gegebenenfalls Lautsprecherdurchsagen einholen.
So wird sichergestellt, dass die Sirene wieder als unmissverständliches Zeichen für eine Gefahr wahrgenommen wird und die notwendige Sensibilisierung in der Bevölkerung nachhaltig gestärkt wird.
Die wichtigsten Signale im Überblick
Die Bevölkerung wird gebeten, sich mit den beiden zentralen Signaltönen vertraut zu machen:
1. Warnung: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton
(Bedeutung: Gefahr! Radio einschalten, Warn-Apps prüfen, Nachbarn informieren).
2. Entwarnung: 1 Minute gleichbleibender Dauerton
(Bedeutung: Die Gefahr ist vorüber).
Die regelmäßigen Probealarme, die im Einklang mit den landesweiten Warntagen (März) und bundesweiten Warntagen (September) stattfinden, dienen dazu, die Technik zu prüfen und die Signale im Bewusstsein zu verankern.
Termine für Probealarme 2026
12.03.2026, 10:00 Uhr: Landeswarntag
13.06.2026, 12:00 Uhr: VG-Probealarm
10.09.2026, 11:00 Uhr: Bundeswarntag
12.12.2026, 12:00 Uhr: VG-Probealarm




